Selbstbedienung vom Konto des Erblassers

Oft lassen sich dem nahe stehende Personen, die sich an dessen vergriffen haben,  bei Entdeckung dieser Missetat so ein, dass sie erklären, der Erblasser hätte ihnen den abgehobenen Betrag geschenkt.

Dann ist der Erbe mit Rücksicht auf eine leider nicht klare Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs oft in Beweisnot, denn grundsätzlich muss man als Kläger beweisen, dass der „Selbstbediener“ ohne Rechtsgrund gehandelt hat.

Seine Einlassung, es habe sich „natürlich“ um eine gehandelt, stellt aber einen Rechtsgrund dar, den der Erbe dann widerlegen muss. Oft gelingt das aber nicht. Dann versucht der versierte Anwalt,  auf das Auftragsrecht zurückzugreifen.

Denn in der Regel handelt die Person, die vom Konto abhebt, ausgesprochen oder unausgesprochen aufgrund eines ihm vom Erblasser erteilten Auftrages. Dann muss aber plötzlich er die Notwendigkeit der Abhebung und deren Verwendung beweisen. Die häufig auftretenden Fälle sind nicht einfach, oft aber doch noch über das Auftragsrecht zu lösen.

Erst vor Kurzem konnte der Unterzeichnende einem zu seinem Geld verhelfen, denn dessen Bruder, der vor dem Tod der Mutter Geld von ihrem Konto abgehoben hatte, konnte nicht plausibel darstellen, wie sein konkreter Auftrag von ihr lautete und vor allem aber auch nicht wann, wo und für welchen Zweck er seiner Mutter das Geld ausgehändigt hat.

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen zur Verfügung

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Joachim Heinle – Ihr Fachanwalt für Erbrecht und Familienrecht in Bonn – Bad Godesberg

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