Zur Höhe des Ehegattenunterhalts

Die Ehefrauen von gut verdienenden Ehemännern, wie z.B. Chefärzten oder Unternehmern, können, wenn der Ehemann im richtigen OLG-Bezirk wohnt, einen recht hohen verlangen. 

Dieses Glück haben die Ehefrauen im OLG-Bezirk Koblenz, aber auch beim 4. Zivilsenat des OLG Köln, der allerdings nur für Bonn zuständig ist. Diese Gerichte ermitteln nämlich die Höhe des Ehegattenunterhalts nicht nach dem konkreten Bedarf des Unterhaltsberechtigten, sondern wenden die 3/7-Regelung an. Die beinhaltet, dass der Unterhaltsberechtigte 3/7 aus der Differenz der jeweils bereinigten Nettoeinkommen der Ehegatten beanspruchen kann.

Verdient also wie in einem Fall, der von mir vor das OLG Köln gebracht wurde, der Ehemann 12.000,– € und die Mandantin nur 2.500,– €, stehen ihr 3/7 aus 9.500,– € zu, das waren dann immerhin über 4.000,– €. Das OLG Köln baut allerdings ab 5.000,– € eine „Bremse“ ein, d.h. mehr als 5.000,– € gibt es da dann auch nicht. In Koblenz kann man aber durchaus auf einen höheren Betrag als 5.000,– € kommen.

Schlechter fährt die Ehefrau in Frankfurt, Oldenburg, Jena oder Bremen, da hätte sie nur mehr als 2.500,– € bekommen, es sei denn sie hätte einen tatsächlich höheren Bedarf als 2.500,– € im Monat nachweisen können.

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen zur Verfügung

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Joachim Heinle – Ihr Fachanwalt für Erbrecht und Familienrecht in Bonn – Bad Godesberg

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