Vollmachten – Normale Vollmacht

Eine vom Erblasser erteilte Vollmacht gilt im Zweifel über das Ableben des Vollmachtgebers hinaus. Die Erteilung einer Vollmacht z.B. einer oder ist deshalb in hohem Maße Vertrauenssache. 

Verfügt der Bevollmächtigte nach dem Ableben des Vollmachtgebers über Nachlassgegenstände, ohne zugleich zu sein, hat er einen dadurch erlangten Vermögensvorteil dem /bzw. seinen Miterben herauszugeben.

Soll der Bevollmächtigte z.B. ein nach dem Erbfall erhalten, ist zusätzlich unbedingt eine Verfügung von Todes wegen oder ein Schenkungsvertrag erforderlich.

Mit dem Tod des Vollmachtgebers geht das Widerrufsrecht auf den/die Erben über. Der durch einen Alleinerben ist unproblematisch. Sind indes mehrere Personen Erbe, so können alle Miterben zusammen den erklären. Aber es kann auch vorkommen, dass nur ein Miterbe oder einzelne Miterben den erklären.

Dann ist der Bevollmächtigte zur Vertretung dieser Miterben nicht mehr befugt. Da aber nur alle gemeinsam über einen Nachlassgegenstand verfügen können, ist eine Verfügung durch den Bevollmächtigten allein dann nicht mehr möglich. Vielmehr bedarf er zur Wirksamkeit einer Verfügung auch der Zustimmung des widerrufenden Erben.

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen zur Verfügung

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Joachim Heinle – Ihr Fachanwalt für Erbrecht und Familienrecht in Bonn – Bad Godesberg

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