Erbfolge – Ausschlagung

Da ein Erbe nicht gezwungen ist, die anzunehmen, kann er die form- und fristgerecht ausschlagen. Die hat vor dem zuständigen zu erfolgen. 

Briefliche, telegraphische oder telefonische Mitteilungen an das Nachlassgericht sind nicht wirksam. Die für die Ausschlagung beträgt 6 Wochen. Sie verlängert sich auf 6 Monate, wenn der seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei Beginn der im Ausland aufhält.

Die Ausschlagungsfrist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Erbe von dem Erbfall und seiner Berufung Kenntnis erlangt hat. Fahrlässige Unkenntnis schadet nicht.

Die Ausschlagung bewirkt, dass dann der nächst Berufene, das sind oft die des zum Eingesetzten, Erbe werden. Bei minderjährigen Kindern ist deshalb daran zu denken, dass auch für sie ausgeschlagen wird.

Konsequenz der Ausschlagung ist, dass ein pflichtteilsberechtigter Erbe (Kind, oder Ehegatte) damit grundsätzlich auch sein Pflichtteilsrecht verliert.

Deshalb muss vor Ausschlagung unbedingt anwaltlicher Rat eingeholt werden, denn unter gewissen Voraussetzungen kann auch nach Ausschlagung von einem Pflichtteilsberechtigten doch noch der verlangt werden.

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen zur Verfügung

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Joachim Heinle – Ihr Fachanwalt für Erbrecht und Familienrecht in Bonn – Bad Godesberg

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